Entlang der Heidekrautbahn

Am Sonntag meinte es Petrus gut mit uns Berlinern. Nach trüben und nasskalten Tagen schien die Sonne und animierte mich zu einer Wanderung entlang der Gleise der Heidekrautbahn.

Gestartet bin ich an der Bushaltestelle Teschendorfer Weg der Buslinie 221 in der Nähe des Märkischen Viertels. Wenige Schritte entfernt verläuft die seit 1961 stillgelegte Stammstrecke der Heidekrautbahn von Berlin-Wilhelmsruh bis Basdorf. Derzeitig wird an der Reaktivierung der Strecke gearbeitet.

Bis es so weit ist bietet die Strecke entlang des Mauerwegs ein tolles Ambiente für ausgedehnte Spaziergänge/Wanderungen.

Der ehemalige Bahnhof Rosenthal befand sich seit der Inbetriebnahme 1901 an der Quickborner Straße und damit an der Grenze zwischen den Stadtteilen Pankow und Reinickendorf. Nachdem 1961 der Betrieb eingestellt wurde erfolgte der Abriss des Bahnhofs. Eisenbahnfreunde retteten einige Exponate:

In Höhe des Evangelischen Friedhofs Rosenthal verlasse ich die Strecke und wende mich Lübars zu.

Vorpommern – Teil 2

Ende Oktober begann ich diese Berichtsreihe über meine kleine Rundreise durch Vorpommern, gestartet in Pasewalk.

Meine nächste Station liegt Rund 20 km nördlich von Pasewalk, hätte ich die direkte Verbindung nehmen können. Wie das Leben so spielt, war diese wegen Straßenbauarbeiten gesperrt und ich musste mein Navi dazu überreden, einen Umweg über die wenig reizvolle B 109 nach Torgelow zu fahren.

Torgelow, 1281 erstmals erwähnt, ist eine Kleinstadt mit rund 10.000 Einwohnern inmitten der Uckermärker Heide umgeben von dichtem Mischwald. Torgelow hat sich den Charme eines gemütlichen Dorfes erhalten. Überregionale Bekanntheit erreichte Torgelow in der Vergangenheit durch seine 250jährige Gießereigeschichte und als Militärstandort. Noch heute findet man in der Umgebung von Torgelow militärische Einrichtungen.

Wahrzeichen der Stadt ist die 1884 im Stil der Neugotik erbaute evangelische Christuskirche. Bedeutsam sind die großen farbigen Altarraumfenster sowie die Mehmel-Orgel. Leider war die Kirche geschlossen, so dass ich mir diese Schmückstücke nicht anschauen konnte.

Gegenüber der Kirche liegt das moderne Rathausgebäude in dem sich auch eine Filiale meines ehemaligen Arbeitsgebers befindet.

Im Jahre 1753 ordnete Friedrich II in einer Kabinettsorder die Errichtung eines „Königlich-Preußischen Eisenhüttenwerks“ an. Damit begann die industrielle Entwicklung. In der Ueckerniederung fand man Raseneisenerz, das als Grundstoff für die Waffenproduktion von Interesse war. In der Folgezeit entstanden weitere Eisengießereien und Sägewerke. Die Regison erlebte einen rasanten Aufschwung.

Kurz vor der Wende waren über 2.300 Menschen im damaligen VEB Gießerei und Maschinenbau „Max Matern“ Togelow tätig. Die heutige Eisengießerei Torgelow GmbH bezeichnet sich als zu den führenden Handformgießereien Europas gehörend.

Weitere Impressionen:

Hamburg und sein Hauptbahnhof

Bahnhöfe sind Schmelztiegel. Ankommende und Abreisende treffen sich ohne sich wirklich zu begegnen. Sie treffen auf Menschen dieser Stadt, die aus verschiedenen Gründen zum Bahnhof kommen ohne Reiseabsichten zu haben.

So auch am zweiten Weihnachtstag 2020. Nur ist es diesmal anders. Eine schreckliche Krankheit hat die Menschheit unerwartet und unvorbereitet getroffen. Folge ist die Einschränkung des persönlichen Lebens mit Kontaktreduzierung und Vermeidung von Reisen.

Ich nutze die verbleibende Zeit bevor mein Zug zurück nach Berlin fährt, mir das Treiben anzuschauen und die Menschen zu beobachten.

Zum Abschluss gibt es noch Franzbrötchen, ein typisch hamburgisches Gebäck. Köstlich!

Allweihnachtliches Ritual

Der Abendliche Spaziergang durch die festlich illuminierte Siedlung am Heiligen Abend gehört zu meinen Ritualen. Viele Häuser erstrahlen auf individueller Weise im Lichterglanz. Jedes Kunstwerk ist ein Unikat und auf seine Art hübsch.
Zu diesem Ritual gehört auch der Blick durch die Fenster in die hell erleuchteten Stuben mit dem Weihnachtsbaum und den feierenden Bewohnern. In diesem Jahr leider in kleinerer Runde.

Mit diesen Bildern wünche ich ein schönes Weihnachtsfest.

Fotos: © Ralf-Otto Gogolinski, bis auf Titelbild: Michelle Maria auf Pixabay

Ein weiteres Berliner Großprojekt vollendet

Nach 10 Jahren Planungs- und Bauzeit wurde das rund eine halbe Milliarde teuere 2,2 km lange Teilstück der U5 zwischen den Bahnhöfen Alexanderplatz und Brandenburger Tor geschlossen und mit der bestehenden „Kanzler-U-Bahn 55 verbunden. Nun ist es ohne Umsteigen möglich, von Hönow bis zum Hauptbahnhof zu fahren.

Am Nikolaustag 2020 machte ich mich mit meinem Fotoapparat bewaffnet auf die Socken bzw. auf die Schiene, dieses Teilstück zu erleben.

Neu hinzugekommen sind die Stationen Rotes Rathaus, Museumsinsel (noch nicht vollendet) und Unter den Linden. Auf diese Stationen habe ich mich konzentriert. Leider ist die Station Museumsinsel noch nicht fertiggestellt. Ist sie für mich doch die schönste mit ihrem Sternenhimmel.

Aufgrund ihrer Höhe wirken die neuen Bahnhöfe wie moderne Kathedralen des Verkehrs. Mit Blick auf die Unterquerung der Spree sowie der Unterfahrung der querenden U 6 liegen die Bahnhöfe sehr niedrig. Auf das Auffüllen der Stations-Baugruben wurde weitgehend verzichtet.

Weitere Informationen über diesen Teil der U5 erhaltet Ihr hier. https://www.projekt-u5.de/de/die-neue-u5/

Rotes Rathaus

Die Station liegt direkt vor dem Roten Rathaus, dem Regierungssitz Berlins. Farblich ist sie in weiß und schwarz gehalten. Handgeschliffene Terrazzofliesen verleihen dem Bahnhof schlichte Eleganz. Hoffen wir, dass es lange so elegant bleibt.

„Pilzköpfe“, dem wiederentdeckten Deckengewölbe des mitteralterlichen Rathauses nachempfunden, tragen den Großteil der Deckenlast. Die Stützen wurden von oben nach unten gebaut.

Unter den Linden

Unterhalb der Straßenkreuzung Unter den Linden und Friedrichstaße kreuzen die Linien U 5 und U 6. Der Bahnhof der U 5 liegt direkt unter dem Mittelstreifen der Straße Unter den Linden.

Für die Gestaltung wurden Muschelkalk für die Wände, weißer Terrazzo für die Fußböden und dazwischen schwarze tragende Säulen verwendet.

Die Gestaltung der Wände hat die Humboldt Uni übernommen. Hier kann der Fahrgast ganz nebenbei noch etwas lernen. Ein Besuch lohnt sich.

Brandenburger Tor

Die U-Bahn Station wurde im Zuge der Eröffnung der U 55 im Jahre 2009 eröffnet und im Jahre 2018 nach Wassereinbrüchen saniert. Hier wird an die Teilung Berlins erinnert.

Bundestag

Ebenfalls 2009 für die damalige U55 eröffnet. Die Halle wird von asymetrischen Säulen unterteilt. Im Gegensatz zu den anderen Bahnhöfen wurde hier „nur“ polierter Sichtbeton verwendet. Es ist auch der einzige Bahnhof mit Tageslicht.

Spaziergang am 1. Advent

Der Tag begann wie die vorgehenden. Grau in Grau, so richtig auf die Stimmung drückend. Die richtige Atmoshpäre für so schwere Herausforderungen wie juristische Fragen. Offensichtlich war ich sehr fleißig denn gegen Mittag belohnte mich Klara die sich durch die grauen Wolken kämpfte und die Welt farbig anmalte.

Ich entschied mich, die Sachen wegzuräumen, mich winterfest anzuziehen und hinaus in das Leben zu gehen. Entlang ging es an der U-Bahnlinie 5 vom Kienberg bis nach Hönow und wieder zurück (auf einem anderen Weg).

Nachfolgend einige Schnappschüsse von der Tour:

Vorpommern – Teil 1

Nun sind schon wieder knapp 2 Monate seit meinem Kurzurlaub Anfang Oktober vergangen. Eigentlich sollten die Berichte schon länst veröffentlicht sein. Aber bisher kam stets das Leben dazwischen. Heute nun der erste Teil des ersten Tages.

Vor langer Zeit arbeitete und lebte ich in Mecklenburg-Vorpommern. Zuständig war ich u. a. auch für die Städte Pasewalk, Torgelow, Ueckermünde, Ankam und Wolgast in Vorpommern. Meinen diesjährigen Kurz-Urlaub in Swinemünde begann ich mit einer Besichtigungstour durch diese Städte.

An einem Sonntag ging es um 08:00 Uhr los. Es ist schon ein wenig komisch. Wenn ich so etwas vor habe ist der Himmel bedeckt und weint ein wenig. Nach einer ca. 1 1/2 stündigen Fahrt lande ich in Pasewalk, oder wie es zu Urzeiten hieß Posduwic.

Der rund 10.000 Einwohner zählende und während des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstörte Ort macht einen gepflegten Eindruck. Viele Häuser wurden seit meinem letzten Besuch vor gefühlten 1.000 Jahren restauriert, neue sind hinzugekommen und passen sich gut in das Stadtbild ein. Die Stadt hat auch ein Gefühl für die Historie und bewahrt sie. Hierzu gehören z.B. die mittelalterliche Stadtbefestigung mit dem Mühlentor und dem Prenzlauer Tor sowie die Sankt – Marien – Kirche. Interessierte finden hier weitere Informationen zur Stadt.

Zentraler Punkt ist der Marktplatz mit Blick auf die Marienkirche und dem ehemaligen Gebäude des Rats des Bezirks. Marktplätze waren und sind auch heute noch das Zentrum des städtischen Lebens. Wie der Name vermuten lässt, wurde auf diesen Plätzen Handel und Wandel betrieben. Im Mittelalter verhalfen sie den Städten durch den Handel und die damit verbundene Akzise zu Wohlstand.

Als ich diesen zentralen Punkt des Lebens von Pasewalk erreichte, war von Leben wenig zu sehen und zu spüren. Nur einige Frauchen und Herrchen verirrten sich hierher zum morgendlichen Gassi gehen mit ihren Lieblingen.

Vor einigen Jahren modernisiete die Stadt diesen Platz und fand unterhalb des Pflasters Fundamentreste des alten Rathauses. Heute ziert eine künstlerische Brunnenanlage den Platz. Die torartigen Bögen erinnern auf ihren Inschriften an die Geschichte der Stadt.

Vom Marktplatz schaue ich auf die Sankt-Marien-Kirche, in der zu dem Zeitpunkt ein Gottesdienst abgehalten wurde, daher komme ich am Ende meines Rundganges hierher zurück zum fotografieren. Bei der Sankt-Marien-Kirche handelt es sich „um eine dreischiffige Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert“ – so steht es auf der Homepage der Stadt. Obwohl Pasewalk Ende des 2. Weltkrieges weitgehend zerstört wurde blieb die Kirche unversehrt. Vermutlich hatte der Liebe Gott seine schützende Hand über sein Haus gehalten. 1984 dann der Schock. Nach über 500 Jahren stürzte der Turm ein. Warum fragten sich alle und auch ich mich bzw. eine freundliche Dame in der Kirche. „Über die Jahrhunderte gab es immer wieder Aufstockungen/Erhöhungen des Turms. Dabei wurde nicht auf die Statik geachtet und dann war es dem Fundament zu viel und es gab nach“ erläuterte die Dame. Was lehrt uns das? Auch schon in der Vergangenheit gab es Fusch am Bau.

Ich beginne meinen historischen Rundgang an der Kirche und treffe als erstes auf die Grundschule Mitte. „Zur Unterweisung der Jugend die Stadt Pasewald Ann. Dom. 1865“ steht unterhalb des Giebels geschrieben.

Pasewalk trägt den Beinamen „Kürassierstadt“. Hieran erinnern verschiedene Plätze und Gebäunde. So z. B. der Kürassierpark mit dem Offizieerskasino. Allerdings benötigt dieses Gebäude dringend eine Sanierung.

Unweit davon beeindruckt das Kommandeurhaus Villa Knobelsdorff von 1897, benannt nach dem Standortältesten Generalmajor a.D von Knobelsdorff. Heute beherbert das Haus ein Hotel.

Natürlich darf in einer mitelalterliche Stadt ein Pulverturm nicht fehlen. Der 27,4 Meter hohe zylindrische Wehrturm war Teil der Stadtmauer.

„Die Trümmerkugel Pasewalker-Police-Phoenix ist ein grenzüberschreitendes Projekt des schweizerisch-kanadischen Künstlers Ernest Daetwyler errichtet aus 30 Tonnen Kriegstrümmern des II. Weltkriegs aus Pasewalk und Police.“ Eingeweiht wurde die Kugel 2009

Der Backsteinbau des St. Spiritus Hospitals aus dem 14./15. Jahrhundert mit nachgewiesener Warmluftheizung aus dem 13. Jh. besteht aus drei Gebäuden und war Hospital und Armen-Altersheim. Heute ist St. Spiritus evangelisches Pflegeheim.

Das ca. 25 Meter hohe Mühlentor als Teil der Stadtmauer wurde im 14./15. Jahrhundert errichtet.

Auch das Prenzlauer Tor gehört zur mittelalterlichen Stadtmauer und wurde wie seine Brüder im 14./15. Jh. erbaut. Das Tor ist 25,6 Meter hoch. Heute ist das Tor Stadtmuseum und Gedenkstätte des Künstlers Paul Holz. Wer mehr über Paul Holz erfahren möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Holz_(Zeichner).

Weiter geht es entlang der Stadtmauer und dann zurück zur Kirche Sankt Marien.

An der südlichen Mauer des Marienkirchhofes befindet sich das Elendenhaus. Dieser Ziegelrohbau, der leider vor Jahren abgeputzt wurde, war Wohnhaus der Angestellten der Marienkirche. Es war davor Wohnung des Totengräbers und ist das älteste Wohnhaus Pasewalks. Der ursprüngliche Zweck des Gebäudes war eine Herberge für mittellose Fremde und Pilger, die durch die Elendenbruderschaft geführt wurde. 1563 wurde die Herbergsstiftung aufgelöst.

Mit einem letzten Blick auf das Kino sowie auf das Eingangsportal der Kirche Sankt Marien und umliegenden Gebäude verabschiede ich mich aus Pasewalk und fahre weiter zu meiner nächsten Station.

Tschüss und bis bald!

Die Tempelritter auf dem Teltow

Vor mehr als 1.700 Jahren verirrten sich Ritter des Templerordens aus Jerusalem in den kalten und ungemütlichen Norden Deutschlands und siedelten auf dem Teltow, einer geologischen Hochfläche in Brandenburg und Berlin. Hier gründeten sie im 1200 Jahrhundert die Kompturei Tempelhof, zu der die Dörfer Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde sowie ein Hof im späteren Rixdorf und ein Vorwerk in Treptow gehörten. Zentrum der Konturei war der burgähnliche Komturhof in Tempelhof. In der Nähe stand die Komtureikirche, die zugleich als Dorfkirche diente und bis heute als Dorfkirche Tempelhof trotz starker Kriegsbeschädigungen erhalten geblieben ist.

Die Dorfkirche Tempelhof liegt abseits des alten Dorfkerns von Tempelhof und ist die älteste der drei Evangelischen Kirchengemeinden Tempelhofs.

Ich bin fasziniert von Friedhöfen. Friedhöfe empfinde ich als das Spiegelbild unserer Gesellschaft und unseren Umgang mit den Verstorbenen. Auch auf diesem Kirchhof fand ich interessante Grabstätten.

Plawe – wo liegt das denn?

Ein guter Freund weilt gerade zur Reha in einer Klinik in Plau am See. Kurzentschlossen begebe ich mich bei strömenden Regen auf den Weg und werde nach rund 2 1/2-stündiger Fahrt mit weißen Schäfchenwolken vor strahlend blauem Himmel belohnt. So ist Meck.-Pom. und so liebe ich es.

Nach dieser Strapaze geht es erst einmal ins Café Antik mit einem Küstenfrühstück – Rührei mit Krabben, Lachs sowie einem Brotkorb.
Für mich ist es eine geniale Idee, den Handel mit Trödel/Antik mit einem Café zu kombinieren. Direkt neben den „vollgepfropften“ Verkaufsräumen befindet sich das Café. Zwischen beiden besteht eine enge Verbindung. Gehe ich durch alle Verkaufsräume komme ich automatisch ins Café. Muß ich mal das Örtchen aufsuchen geht es vorbei an altem Geschirr, Gläsern und vielen anderen antiken Artikeln; eine ideale Symbiose.

Weiter geht es in die Altstadt. „Das reizvolle Städtchen mit knapp 6.000 Einwohnern – mit seiner malerischen Altstadt – befindet sich direkt am Westufer des Plauer Sees sowie der Müritz-Elde-Wasserstraße und ist das westliche Tor zur Müritzregion bzw. Mecklenburgischen Seensplatte.“ – so steht es auf der Homepage.
Plau am See ist im 13. Jahrhundert aus der slawischen Siedlung der Fischer und Flößer Plawe entstanden.

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ ließ bereits Friedrich Schiller seinen Wilhelm Tell sagen. So erging es auch den hier lebende Slawen, die sich stets den christlichen Raubrittern erwehren mußten bis sie sich schließlich der rohen Gewalt ergaben.
Konsequenterweise wurden Wehranlagen gebaut. Der noch erhaltene Burgturm mit seinen 3 m starken Mauern entstand 1448/1449 und ist unversehrt erhalten. Das 11 m tiefe Verlies diente so manchem Unhold als unfreiwillige Behausung. Der enge Turmaufstieg ist eine Herausforderung. Man sollte auf sein Idealgewicht achten.

Das Rathaus wurde 1888/1889 im Stil der niederländischen Renaissance erbaut. Besonders reizvoll ist die Berankung.

Die Evangelische Stadtkirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts im Stil einer westfälischen Hallenkirche errichtet und präsentiert den Übergangsstil von der Romanik zur Gotik. Leider war die Kirche wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Ein Grund, um wiederzukommen.

Der Rundgang geht weiter!

Im Stadthafen treffen sich die Hobby-Kapitäne mit ihren Booten.

Die Hubbrücke im Herzen der Stadt wurde 1916 errichtet, 1945 vor der Sprengung bewahrt und 1991/92 rekonstruiert. Für Freizeitkapitäne, die zur Schleuse bzw. zum Plauer See wollen, wird die Brücke ca. 1,60 m „angehoben“.

Den krönenden Abschluss eines wunderbaren Tages bildet das Abendessen in einem empfehlenswerten Fischrestaurant am Hafen. Während wir dem Anlegen der Freizeitboote zuschauen genießen wir die bunte Vielfalt der an uns vorbei flanierenden Menschen und erfreuen uns an dem einen oder anderen unvergessenen Eindruck.

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück im Hotel bei mal wieder strömenden Regen über Neubrandenburg nach Hause, aber das ist eine andere Geschichte.